Du möchtest Deine Katze an eine neue Katze oder an ein Kitten gewöhnen? Erst einmal herzlichen Glückwunsch! Schön, dass Du Dich entschlossen hast, Deinen Haushalt um eine Katze zu erweitern! Es ist immer schön, wenn Kätzchen ein neues, liebevolles Zuhause finden. Vor allem, wenn sie dort nicht alleine wohnen müssen!

Ebenso ist es wunderbar, dass Du Dich darüber informierst, wie Du die Katzen zusammenführen solltest. Denn einige Katzen sind etwas eigen und freuen sich nicht direkt über einen unbekannten Mitbewohner. Mit unseren Tipps gewöhnst Du Deine Katze aber schnell an den neuen Katzen-Kumpel!

Katzen zusammenführen – so geht es!

Bei der Vergesellschaftung von Katzen ist Geduld gefragt! Die Vierbeiner brauchen Zeit und Ruhe um sich aneinander zu gewöhnen und Stress ist absolut Fehl am Platz. Wenn ein neues Tier in einen bestehenden Katzenhaushalt kommt, kann die Zusammenführung Wochen oder Monate dauern. Stell Dich darauf ein und nimm Dir genug Zeit, damit die Zusammenführung problemlos klappt.

Wenn Du unsere Punkte beachtest, kann aber eigentlich nichts mehr schiefgehen!

Am besten verstehen sich Katzen, die in Alter, Rasse und Charakter ähnlich sind.

1. Welche Katzen führst Du zusammen?

Wenn Du die Möglichkeit hast, solltest Du zunächst genau prüfen, ob die beiden Katzen vom Charakter her zueinander passen. Sind beide lebhaft und toben und jagen gern? Oder sind beide gemütlich, verschlafen und eher ruhige Zeitgenossen? Katzen mit einem ähnlichen Charakter verstehen sich auf Dauer viel besser miteinander. Eine ältere Katze und ein Kitten ist keine optimale Kombination. Es kann es passieren, dass Deine ältere Katze mit dem verspielten Kitten überfordert ist und das Junge sich langweilt. Eine andere Möglichkeit ist zwei junge Kätzchen zu einer älteren Katze holen, damit die Kitten sich miteinander beschäftigen können.

Generell gilt: Je ähnlicher sich die Katzen sind, desto besser verstehen sie sich! Alter, Rasse, Geschlecht und Charakter passt? Dann kann kaum etwas schiefgehen! Info: Verschiedene Rassen, Geschlechter und ältere und jüngere Katzen spielen oft unterschiedlich heftig miteinander. Sollte das nicht passen, können sie schneller voneinander genervt sein.

2. Diese Vorbereitungen solltest Du treffen bevor das neue Kätzchen eintrifft

Katzen zusammenführen geschieht nicht von heut auf Morgen. Bevor die neue Katze eintrifft, gibt es noch einiges vorzubereiten! Besonders praktisch ist es, wenn Du für die Vergesellschaftung eine Gittertür verwendest. Diese hängst Du statt einer normalen Tür ein. Eine Katze hat somit die eine und die andere Katze die andere Seite des Raumes. Durch die Gittertür können die Samtpfoten sich sehen und auch riechen – das trägt wesentlich zu einer gelungenen Zusammenführung bei! Sorge dafür, dass auf jeder Seite Fressnäpfe, Wasserschüsseln und jeweils mindestens ein eigenes Katzenklo vorhanden sind. Auch bei einem harmonischen Zusammenleben ziehen Katzen mehrere Toiletten vor. Wenn möglich solltest Du Dir viel Zeit freischaufeln, um die erste Zeit der Zusammenführung Deiner Katzen zu betreuen.

Tipp: Wenn Du berufstätig bist, ist es vielleicht eine gute Idee, wenn Du Urlaub einreichst oder eine Weile von zu Hause arbeitest.

3. Der Beginn der Zusammenführung

Wichtig: Am Anfang solltest Du beide Katzen definitiv voneinander trennen!

Die neue Katze muss sich erst an den neuen Ort und den neuen Geruch gewöhnen. Ihr reicht erstmal ein einzelnes Zimmer mit Rückzugsmöglichkeiten aus. Nach ein paar Tagen kannst Du eine erste kurze Begegnung an der Gittertür wagen. Durch die Gittertür können sie sich beobachten und die jeweils andere Katze auch riechen. Allerdings sind sie vor gegenseitigen Angriffen geschützt und haben die Möglichkeit sich zurückzuziehen.

TIPP: Überlass bei dieser Trennung Deiner „alten“ Katze ihren Lieblingsplatz und nimm ihn ihr nicht weg.

Nun solltest Du Deine Katzen nun ganz genau beobachten und auf ihre Körpersprache achten. Fauchen sie an der Gittertür oder schnüffeln sie interessiert? Wenn dies der Fall ist, hast Du schon einmal Glück! Doch auch Fauchen und Knurren sind am Anfang ganz normal.

TIPP: Du kannst ein Handtuch benutzen und die Fellnasen nacheinander damit abreiben. So verteilst Du die Gerüche gegenseitig und sie sind sich weniger fremd.

Mit der Zeit kannst Du die Gittertür Begegnungen immer länger werden lassen. Irgendwann kannst Du beiden Katzen Leckerlies (gleichzeitig!) geben oder sogar die Näpfe vor die Gittertür stellen. Das „gemeinsame“ Essen soll bei Katzen eine Verbundenheit schaffen. Die ersten Vorraussetzungen sind geschaffen. Bald kannst Du die Katzen zusammenführen.

Katzen Vergesellschaftung
Wenn die Katzen beieinander schlafen, vertrauen sie einander. Die Vergesellschaftung ist geglückt!

4. Die erste Begegnung der Katzen

Nach ein paar Tagen, Wochen oder Monaten kann die Gittertür geöffnet werden. Wann der richtige Zeitpunkt ist, ist schwer zu bestimmen. Wenn Du Deine Katzen gut beobachtet hast, wirst Du den richtigen Zeitpunkt herausfinden.

Die Katzen sollten sich mittlerweile nicht mehr anfauchen oder knurren, wenn sie sich sehen. Die Stimmung zwischen ihnen sollte eher neugierig bis bestenfalls gelassen sein. Wenn Du die Gittertür öffnest, solltest Du noch einmal ganz besonders Acht auf Deine Kätzchen geben. Beobachte genau, wie sie sich verhalten und ob einer von beiden Angst hat.

Das Spielen mit der Katzenangel kann helfen, die Katzen erst einmal voneinander abzulenken. Positive Verstärkung von liebevollen Begegnungen mit Leckerlies sind natürlich ebenso zu empfehlen. Was mache ich, wenn die Zusammenführung meiner Katzen schiefgeht? Natürlich kann es sein, dass Deine Katzen sich jagen und zanken, wenn Du sie zusammenführst. Das lässt sich in der Regel darauf zurückführen, dass die Vergesellschaftung nicht richtig oder zu schnell stattfand. Das bedeutet: Alles auf Anfang und noch einmal von vorne! Bedenke aber: Katzen müssen sich nicht lieben. Wenn sie sich erst einmal akzeptieren ist das völlig in Ordnung.

5. Katzen zusammenführen – 3 Notfalltipps

01 Alte Katze mag die Junge-Katze nicht:

Vielleicht ist Deine Katze nicht gut sozialisiert ist, weil sie lange alleine gelebt hat. Hier könnte es hilfreich sein, wenn Du zwei Kitten als Kumpel holst. Die jungen Katzen werden oft weniger als Eindringling und Gefahr wahrgenommen als ältere. Zwei junge Katzen haben trotzdem noch einander um wild zu spielen.

02 Katzen streiten nach Zusammenführung viel:

Auch in harmonischen Katzengruppen gibt es hin und wieder mal Zoff. Beobachte, ob der Streit ausgeglichen ist, oder ob eine Katze von der anderen gemobbt wird. Ist der Streit ausgeglichen? Solange kein Blut fließt sondern nur hin und wieder mal ein paar Haare, ist wohl noch alles im Rahmen. Greife nicht in den Streit ein. Falls es für die Katzen oder für eine von ihnen jedoch gefährlich wird, solltest Du die Vergesellschaftung noch einmal beginnen. Du kannst auch einen Tierpsychologen zu Rate ziehen.

03 Katzen reagieren mit Unsauberkeit:

Wenn Deine Katze unsauber wird, deutet dies entweder auf eine körperliche oder seelische Ursache hin. Sprich mit Deinem Tierarzt und suche notfalls einen Tierpsychologen auf. Eventuell kann dieser Dir mit der Vergesellschaftung helfen.

Eine Katze wieder abzugeben, sollte immer der allerletzte Schritt sein. Plane im Vorfeld lieber gut, gebe Dir und deiner Katze genügend Zeit und suche Deiner Katze einen passenden Partner aus!

Brauchst Du noch Tipps, wie Du Deine Katze an einen Hund oder an Kinder gewöhnst? Im Cat in a Flat Blog findest Du Hilfe!

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