Katzenflöhe sind ein häufiges Problem bei der Pflege unserer liebsten Vierbeiner, insbesondere bei Freigängern. 

Falls Deine Katze also mit kleinen “Mitbringseln” nach Hause kommen sollte und Du Dich fragst: “Wie wird man Katzenflöhe wieder los?”, haben wir von Cat in a Flat die Antwort! Hier findest du Top Fakten und Tipps, wie man Flöhe bei Katzen optimal behandelt und vermeidet.

Der Katzenfloh ist einer der am meist verbreiteten Parasiten bei Haustieren. Der sogenannte “Ctenocephalides felis” ist ein etwa 2 – 3 mm großes, rot-braun farbiges großes Insekt, welches sich vom Blut der befallenen Tiere (dem Wirt) ernährt.

Sind Katzenflöhe gefährlich?

Zunächst einmal sind Katzenflöhe für unsere Haustiere nicht unmittelbar gefährlich. 

Jedoch können sie Krankheiten übertragen und vermehren sich außerordentlich schnell!

Bei einem starken Katzenflohbefall kann eine schwere Hautentzündung (Dermatitis) ausgelöst werden und Deine Samtpfote leidet dann unter ausgeprägtem Juckreiz und aufgekratzten Hautstellen. 

Der Stich eines Katzenflohs hinterlässt eine kleine, kreisförmige Rötung oder “Papel” und äußert sich durch starken Juckreiz.

In seltenen Fällen können sowohl bei Tier als auch Mensch allergische Reaktionen auftreten. Bei Anzeichen von gereizten Augen, offenen Wunden und Ausschlag solltest Du Deine Katze umgehend von einem Tierarzt untersuchen und behandeln lassen.

Insbesondere bei kleinen Kätzchen sollte sehr schnell gehandelt und gegen den Katzenflohbefall vorgegangen werden. Die jungen Tiere sind noch viel anfälliger für Infektionskrankheiten und können durch Katzenflöhe mit Bandwurmlarven oder Bakterien infiziert werden. Dies ist in keinem Fall auf die leichte Schulter zu nehmen.  

Die durch einen Katzenflohbefall übertragene Infektion mit “Bartonella-Bakterien” kommt sehr häufig bei kleinen Kitten vor. Das Tückische: Bei Katzen zeigen sich jedoch zunächst häufig keine oder wenige Symptome. Es kann bei schweren Verläufen jedoch zu ernsten Erkrankungen wie einer Endokarditis kommen. 

Junge Kätzchen leiden besonders unter den Folgen eines Katzenflohbefalls
Junge Kätzchen leiden besonders unter den Folgen eines Katzenflohbefalls

Wie wird man einen Katzenflohbefall wieder los?

Tipp 1: Wie erkenne ich, dass meine Katze Flöhe hat?

  • In manchen Fällen kannst Du den Katzenflohbefall mit dem bloßen Auge erkennen und die Parasiten auf dem Fell Deiner Katze herumspringen sehen.
  • Untersuche die warmen Stellen unter den Beinen und Ohren und der Leistengegend Deiner Katze. Diese Stellen sind meist stärker befallen. Unter der Felldecke kannst Du auch nach geröteten Stellen Ausschau halten. Auch Kratzspuren auf der Haut können ein ausschlaggebendes Indiz für einen Katzenflohbefall sein.
  • Deine Katze schüttelt plötzlich häufig den Kopf, kratzt sich andauernd an den Ohren oder beginnt sich exzessiv zu putzen? Auch dies sind Anzeichen für einen Katzenflohbefall.
  • Untersuche auch auf jeden Fall die Schlafstätten Deiner Mietze. Flohkot kann eine dünne, schwarze und krümelige Schicht auf den Polstern und Kissen hinterlassen.

Super Trick: Überprüfe mit einem sauberen Papiertuch die schwarzen Krümel: Wenn sich das Papier bei leichter Reibung oder Befeuchtung rötlich färben sollte, handelt es sich hierbei um Flohkot. Flohkot besteht aus Blutresten und zeigt sich daher in einer rötlichen Farbgebung.

  • Mit einem speziellen Floh- oder Läusekamm kannst Du ebenfalls überprüfen ob Dein Haustier mit einem Katzenflohbefall zu kämpfen hat.
Spuren eines Katzenflohbefalls
Spuren eines Katzenflohbefalls

Tipp 2: Wie vermeidet man Katzenflohbefalls oder wird ihn wieder los?

  • Zunächst einmal solltest Du bei Verdacht auf einen Katzenflohbefall Rücksprache mit Deinem Tierarzt halten. Tierärzte können den Befall bei Zweifeln untersuchen sowie bestätigen und spezifische Medikamente zur Behandlung verschreiben.
  • Spot-on-Treatment: Hierbei handelt es sich um eine flüssige Medikation, welche im Nacken Deiner Katze aufgetragen wird. Von dieser Stelle verteilt sich der Wirkstoff im gesamten Fell, ohne dass Mietzi diesen vorher ablecken kann. Spot-on-Treatments können sowie zur Behandlung als auch zur Prävention von Katzenflohbefall angewendet werden. Die handelsüblichen Produkte garantieren eine Prävention eines Befalls für einen Zeitraum von 4 bis 12 Wochen.
  • Flohhalsband: Die Ausstattung mit einem Halsband, das durch mit einem Wirkstoff versehe wurde ist heute nicht mehr üblich. Bei Freigängern sind die Halsbänder mit erhöhten Verletzungsgefahren verbunden, denn sie können sich leicht in Ästen oder ähnlichen Gegenständen verfangen. Dies ist sehr gefährlich für Katzen.
  • Puder/ Sprays zur Behandlung eines Katzenflohbefalls: In dem Tierbedarfsladen Deines Vertrauens wirst Du auf viele verschiedene Produktoptionen zur Vermeidung und Behandlung von Katzenflöhen treffen. Es ist jedoch in jedem Fall sinnvoll, nur Produkte zu verwenden, die auch von Deinem Tierarzt empfohlen wurden. Verwende auch niemals Produkte, die z.B. für Hunde oder Pferde gedacht sind, bei Deiner Katze. Diese können Wirkstoffe enthalten, die für Katzen giftig sind!
  • Bleibe bei einem Produkt! Wenn Du ein Produkt zur Prävention und Behandlung gefunden hast, dass Deine Katze gut vertragen und den ersehnten Effekt erzielt hat, solltest Du bei einem Produkt oder einem Hersteller bleiben. Zu viele unterschiedliche Wirkstoffe können bei Tieren allergische Reaktionen auslösen.
  • Bei einem Katzenflohbefall sollte präventiv auch eine Behandlung gegen Bandwürmer erfolgen.
  • Mit einem feinmaschigen Läuse- oder Flohkamm aus der Apotheke kannst Du versuchen Deiner Katze die Floheier aus dem Fell zu kämmen. Nach jeder Benutzung solltest Du den Kamm dann mit heißem Wasser reinigen.
  • Wenn Du mehr als eine Katze oder auch andere Haustiere haben solltest, sollten alle Tiere behandelt werden.
  • Eine konsequente Behandlung von Katzenflöhen kann über sechs Wochen dauern. Wenn Du während dieser Zeit alle genannten Maßnahmen wiederholt befolgst, sollte Deine Mietze und Deine Wohnung danach vom Katzenflohbefall befreit sein. 

Tipp 3: Wie entfernt man Katzenflöhe in der Wohnung?

  • Katzenflöhe halten sich meist in der unmittelbaren Nähe oder auf der Haut des Wirts auf. Daher solltest Du sämtliche Flächen, auf denen Deine Mietze sich häufig aufhält gründlichen reinigen. Nur durch eine gründliche Reinigung lässt sich ein Katzenflohbefall wieder loszuwerden.
  • Staubsauge die gesamte Wohnung mit besonderer Sorgfalt bei Polstern, Teppichen und Textilien! Bei einem starken Befall auch die Gardinen dazu.
  • Beziehe alle Betten neu, in denen sich Mietzi aufgehalten haben könnte. Die Bettwäsche und die Bettdecken sollten bei Kochwäsche gewaschen werden. Auch mögliche Katzenbetten und Stofftiere sollten bei höheren Temperaturen gewaschen werden.
  • Nach Rücksprache mit Deinem Tierarzt kannst Du auch sogenannte Umgebungssprays mit Antifloh-Wirkstoffen in Deiner Wohnung verwenden. Hierbei gibt es auch Alternativen mit natürlichen Wirkstoffen.
  • Sauge die Matratzen ab und lüfte diese in der frischen Luft z.B. auf dem Balkon aus.
  • Nach dem gründlichen Staubsaugen solltest Du den Staubsaugerbeutel umgehend wechseln und den alten entsorgen.
  • Falls du mit Mietzi den Tierarzt besucht haben solltest, reinige am Besten auch direkt Dein Auto und die Transportbox gründlich.
Achtung bei starkem Kratzen und exzessiven Putzen!
Achtung bei starkem Kratzen und exzessiven Putzen!

Katzenflohbefall entdeckt – Tipps für Katzensitter

Keine Panik, wenn Du als Katzensitter plötzlich Flöhe bei Deinen Pflegepfötchen entdecken solltest. Mit den in diesem Artikel genannten Maßnahmen kann dem Befall schnell Einhalt geboten werden.

  • Informiere die Katzenbesitzer und bespreche alle Maßnahmen direkt mit ihnen.
  • Falls du die Besitzer nicht erreichen solltest, halte Rücksprache mit dem Tierarzt der Katze(n).
  • Untersuche Dich und und Dein Zuhause nach Flöhen, damit Du diese nicht an andere Katzen weitergibst.
  • Halte den Kontakt zur Katze und der flohbefallene Wohnung so gering als möglich ohne jedoch deine Aufgaben als Catsitter zu vernachlässigen.
  • Die Katzeneltern und der Katzenbetreuer sollten vorab alle eventuellen Fälle bei einem Kennenlernen besprechen. Als Katzenbesitzer ist es auch hilfreich, einen Ordner mit allen wichtigen Informationen wie den Kontaktdaten des Tierarztes zu erstellen. So ist der Katzenbetreuer für alle Fälle gerüstet und weiß sich (und der Fellnase) in speziellen Situationen zu helfen.

Finde hier mehr über die Top Tipps zur Vorbereitung, bevor du wegfährst, heraus!