Als Katzenbesitzer weißt Du, wie anspruchsvoll Katzen sein können. Von Streu über die Pflege, Spielzeug bis hin zum Umzug in ein neues Zuhause. Deine Katze möchte da gern ein Wörtchen mitreden! Auch beim Fressen sind unsere Lieblinge oft mäkelig. Das kann sogar so weit gehen, dass Deine Katze von ihrem Futter gelangweilt ist!

Cat in a Flat erklärt, warum Katzen ihr Futter manchmal langweilig finden und was Du dagegen tun kannst!

Wieso ist meine Katze von ihrem Futter gelangweilt?

Es heißt, Katzen sind Gewohnheitstiere. Sie mögen es meistens lieber, wenn sich nicht allzu viel ändert. Beim Futter kann das allerdings anders sein. Wenn Deine Katze jeden Tag das gleiche Fressen vorgesetzt bekommt, kann es sein, dass es sie langweilt.

Doch warum ist das so?

In freier Wildbahn jagt eine verschiedene Beute. Mäuse, kleine Vögel, Insekten oder andere kleine Tiere. Katzen in der Natur fressen zu verschiedenen Jahreszeiten auch jeweils andere Beute. Wenn sie Zuhause also jeden Tag das gleiche bekommt, ist das ein großer Unterschied zu ihrem natürlichen Fressverhalten.

Wenn es in der Ernährung Deiner Fellnase an Abwechslung mangelt, könnte hier die Erklärung für die Langeweile liegen.

Frisst Deine Katze plötzlich nicht mehr gut? Vielleicht ist sie von ihrem Futter gelangweilt.

Wie erkenne ich, ob meine Katze ihr Futter langweilig findet?

Manchmal scheint es nur so, als ob Deine Katze vom immer gleichen Futter genug hat. Bevor Du das Futter Deiner Katze umstellst, solltest Du prüfen, ob etwas anderes dahinter. Ebenso ist es wichtig Deine Katze beim Tierarzt auf gesundheitliche Ursachen durchchecken zu lassen.

Deine Katze ist gesund?

Sehr schön! Wenn deine Katze aber weniger isst als zuvor oder ihr Lieblingsfutter ignoriert, kann dies auf Langeweile schließen. Vielleicht ist es nicht das Futter, sondern Napf oder Ort des Essplatzes sie stört.

Futter Langweilig? Vielleicht liegt es auch daran:

  • Wenn der Napf Deiner Katze zu leicht ist, kann er über den Boden rutschen. Dies kann es ihr erschweren, bequem zu essen. Wähle schwerere Näpfe oder eine rutschfeste Unterlage!
  • Vielleicht ist der Raum, in dem sich der Napf Deiner Katze befindet, zu laut. Laute Geräusche können Deine Katze erschrecken und sie kann daher ihren Fressbereich meiden.
  • Metallnäpfe geben manchmal einen metallischen Geschmack ans Futter, was viele Katzen nicht mögen. Auch Plastik ist zum Teil nicht beliebt. Keramik sind besser.
  • Zu kleine Näpfe behindern die Schnurrhaare der Katze und werden auch von einigen Tieren gemieden. Wähle größere Schalen oder flache Teller!
  • Katzen mögen Näpfe, die nah an der Toilette stehen, nicht gern.
  • In einem Mehrkatzen-Haushalt kann es manchmal ein Problem sein, wenn die Näpfe aller Katzen beieinander stehen. Es kann sein, dass sie sich dadurch bei Fressen gestört fühlen. Vor allem dann, wenn eine Katze beim Fressen gemobbt wird. Stelle die Näpfe so, dass jede Katze in Ruhe fressen kann.
  • Katzen sind Häppchen-Fresser. Versuche möglichst häufig kleine Portionen zu füttern. Wenn es möglich ist, kannst Du ihr 5-Mal am Tag eine kleine Portion Futter anbieten.
  • Katzen mögen nicht gerne mit dem Rücken zum Raum essen. Ein Instinkt aus der Wildnis, denn besonders wenn man seine hart gefangene Beute geniessen will, lauert die Gefahr des „Mundraubs“.

Was kann ich gegen die Langeweile tun?

Hat dein Fellpopo einen ruhigen Ort zum Essen und richtige Schüsseln zum Essen? Scheint es so als hätte er trotzdem kein Interesse am Futter? Das deutet darauf hin, dass es an der Zeit ist, den Inhalt des Napfes zu ändern. Keine Sorge, es gibt ein paar Möglichkeiten, Langeweile beim Futter zu vermeiden. Die erste Option ist, das Futter Deiner Katze zu ändern oder zu erweitern. Versuche verschiedene Sorten und Marken statt jeden Tag das Gleiche Futter. Die Katze für ihr Futter arbeiten zu lassen ist eine weitere Idee.

Wir erklären Dir, wie Du das Futter am besten umstellst und auf was Du bei der Wahl des Futters achten solltest.

Katzen-Sitter betreuen Deine Katze
Manchmal sind auch andere Faktoren das Problem, warum Deine Katze nicht frisst.

So änderst Du das Futter Deiner Katze

Idealerweise fütterst Du mindestens 3-5 verschiedene Marken hochwertiges Futter. Innerhalb der Marken kannst Du zusätzlich zwischen verschiedenen Sorten variieren.

Tipp: Wenn du von Anfang an mehrere Marken fütterst, hast Du es bei einer Umstellung leichter. Das ist auch wichtig, wenn Deine Katze eine Allergie gegen ein bestimmtes Futter entwickelt. Ein Pluspunkt ist, dass Deine Katze nicht so schnell vom Futter gelangweilt ist.

Sei vorsichtig und langsam, wenn Du das Futter Deiner Katze auf eine andere Marke umstellst. Viele Katzen lehnen neues Futter zunächst ab. Das gibt sich aber häufig nach einer Weile. Es kann viel Arbeit und Zeit kosten, herauszufinden, welches Futter Deine Katze bevorzugt. Trotzdem solltest Du das investieren. Es lohnt sich für das körperliche Wohlbefinden und die allgemeine psychische Gesundheit von Deinem Liebling!

Der Übergang zu neuem Futter sollte langsam aber stetig sein. Katzen neigen zu Verdauungsproblemen, wenn sich ihre Ernährung plötzlich ändert. Nimm Dir deshalb mehrere Tage oder Wochen Zeit, um Deine Katze langsam auf das neues Futter einzustellen. Mische immer etwas neues Futter in das alte. Erhöhe über einen Zeitraum von 7-10 Tagen langsam die Menge. Gehe so langsam vor, die Deine Katze mitmacht. Bis sie schließlich vollständig auf das neue Futter umgestellt haben.

Wenn Dein Fellfreund Anzeichen von Magenbeschwerden zeigt (Erbrechen oder Durchfall), gehe sofort zu seinem ursprünglichen Futter zurück und konsultiere den Tierarzt. Erst dann solltest Du es erneut versuchen.

So erkennst Du gutes Katzenfutter

Bei so vielen Optionen auf dem Markt kann es schwierig sein zu wissen, welches Futter gut ist. Glücklicherweise bedeutet die Vielfalt auch, dass Du eine große Auswahl hast, wenn Deine Katze von ihrem Futter gelangweilt scheint.

Informiere Dich, bevor Du das Futter Deiner Katze änderst. Finde heraus was Deine Katze für eine ausgewogene Ernährung benötigt. Ein hoher Fleischanteil ist das Wichtigste. Besonders gut ist Futter ohne Zucker und Getreide. Wie viel Nahrung eine Katze braucht, ist je nach Tier allerdings unterschiedlich. So benötigen manche Fellnasen spezielles Futter, um ihr Gewicht zu kontrollieren, andere müssen zunehmen. Der Arzt kann Dir helfen herauszufinden, was für Deine Katze das Beste ist.

Wenn Katzen viel Trockenfutter essen, trinken sie mehr. Das kommt daher, dass sie in der Natur einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarf durch das Futter decken. Katzen, die viel oder ausschließlich Nassfutter fressen, trinken deutlich weniger.  In freier Wildbahn können Katzen Stunden (oder sogar Tage) damit verbringen, nach ihrem Futter zu suchen. Hauskatzen, insbesondere Indoor-Kätzchen, bekommen ihr Essen vor die Nase gestellt. Es kann sein, dass sich Deine Katze mit ihrem Futter langweilt, weil es keinen Spaß macht! Der Jagdtrieb wird nicht ausgelebt. Versuche, mit Deiner Katze zu spielen, bevor Du ihr das Essen gibst. So wird das Jagdgefühl repliziert und das Gehirn Deiner Katze stimuliert.

Extra Tipp: Versuche auch Leckerlies im Haus zu verstecken, damit Deine Katze für ihr Futter arbeiten muss.

Was kann ich noch tun?

Es hilft nichts und auch der Arzt hat keine körperliche Ursache gefunden? Eventuell geht es Deiner Katze psychisch nicht gut. Ein Verhaltenstherapeut für Katzen kann helfen, die Ursache zu finden und ihren Appetit wieder anzuregen.

Mehr über das Fressen von Katzen und ob sich eine vegane Ernährung für Katzen eignet, findest Du auf unserem Blog.

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