Jeder, der schon mal eine schnurrendes Kätzchen auf dem Schoß sitzen hatte, würde dem sicherlich zustimmen: Das berühmte, brummige Geräusch beruhigt und entspannt auch uns Menschen mit sofortiger Wirkung. Aber wir haben uns gefragt, warum schnurren Katzen eigentlich?

Wir von Cat in a Flat sind dieser Frage mal etwas näher auf den Grund gegangen. Fest steht zunächst einmal, das Schnurren ist bei unseren felinen Freunden durchgehend verbreitet.

Denn nicht nur unsere kleinen Stubentiger, sondern auch ihre große und wilde Verwandtschaft schnurrt eifrig vor sich hin. Ja das ist richtig – sogar Löwen, Luchse und Pumas schnurren tatsächlich. Aber was steckt hinter dieser niedlichen Eigenschaft?

Brummen, Schnurren, Schmusen – Was steckt dahinter?

Das Schnurren von Katzen ist ein tiefes, niederfrequentes Brummgeräusch zwischen 16 und 40 Hertz. Die Tiefe des Geräusches wird durch das Ein- und Ausatmen der Tiere beeinflusst. Aber was steckt hinter dem Schnurren von Katzen? Hier sind einige der bekanntesten Gründe, warum unsere Mietzen eigentlich schnurren:

Katzen schnurren wenn sie zufrieden sind oder um sich zu beruhigen

Katzenschnurren, ein Zeichen der Beruhigung 

Der Grund, warum Katzen wirklich schnurren wird tatsächlich noch wissenschaftlich diskutiert. Am häufigsten schnurren unseren felligen Freunde auf jeden Fall, wenn sie entspannt und glücklich sind. Dies hat eine direkte Ursache, denn Katzenmütter schnurren eifrig beim Stillen ihrer Welpen, um diese zu beruhigen.

Katzen schnurren zur Begrüßung

Manche Katzen begrüßen ihre menschlichen Gefährten an der Haustür auch mit einem freundlichen Schnurren und aufgerichtetem Schwanz. Damit signalisieren sie: “Hallo, wir kennen uns und wir sind Freunde”.

Schnurren hilft bei der Orientierung 

Kleine Katzenwelpen lernen das sonore Brummen von ihrer Mutter. Da neugeborene Welpen noch blind und taub sind, können die Kleinen über die Vibration die Nähe zur Mutter wahrnehmen. Katzenbabies können ihre eigene Körpertemperatur noch nicht selber regulieren. Daher ist die direkte Wärme vom Körper des Muttertieres für die Katzenjungen überlebenswichtig.

Bitte um Futter

Da unsere fellbeinigen Freunde selbstverständlich sehr schlau sind, haben sie mit der Zeit einiges dazu gelernt: Dazu gehört auch, Schnurren gezielt so einzusetzen, um bei ihren Menschen nach Futter und Leckerchen zu betteln. Und natürlich sind wir Katzenfreunde bei diesem wohligen Geräusch dann häufig auch etwas nachgiebig.

Katzen Schnurren wenn sie Angst und Stress haben

Als Grund warum Katzen schnurren, gibt es jedoch noch eine andere Erklärung: Manchmal schnurren Katzen nämlich auch, wenn sie verängstigt oder gestresst sind. Der Grund dafür ist noch nicht eindeutig nachgewiesen. Tierexperten gehen jedoch davon aus, dass es sich vermutlich um eine eigene Form der Stresskompensation handeln könnte. Einige Forscher sind ebenfalls der Meinung, dass das Schnurren die Selbstheilung der Tiere fördert.

Da Katzen enorme Selbstheilungskräfte besitzen, gehen Wissenschaftler auch davon aus, dass der Grund, warum Katzen schnurren, auch damit in Verbindung stehen könnte. Forscher der Freien Universität Berlin fanden unlängst auch heraus, dass das Schnurren sogar die Heilung von Knochenbrüchen begünstigt:

„Das Schnurren stimuliert zunächst die Muskulatur, die in enger Beziehung zum Knochen steht. Durch die kaum merkliche Belastung der Muskeln wird der Knochenwuchs angeregt. Poröse Knochen bekommen auf diese Weise mehr Dichte, gebrochene Knochen heilen schneller.(Prof. Dr. Leo Brunnberg
Fachbereich Veterinärmedizin, Klinik und Poliklinik für Kleine Haustiere, Freie Universität Berlin)

Wie schnurren Katzen eigentlich? 

Auch auf die Frage, wie Katzen schnurren, gibt bis heute noch keine eindeutige Erklärung. Für das Entstehen des harmonischen, vibrierenden Geräusches gibt es verschiedene Erklärungsansätze:

Die häufigste Erklärung ist der Verlauf des Atemluftstroms unserer Fellnasen durch das Zwerchfell zu ihrem Kehlkopf. Dieser Vorgang resultiert dann in stärkeren Schwingungen der Stimmbänder.

Ein weiterer Erklärungsansatz ist, dass das Schnurren durch das Zungenbein der Vierbeiner und dessen Einfluss auf den Blutfluss zur Lunge entstehen könnte.

Schnurren will gelernt sein

Kleine Katzenwelpen müssen das Schnurren erstmal lernen. Gut, dass die Mamakatze ihnen dabei hilft und es bei der Fütterung vormacht. Die kleinen Nachkömmlinge müssen zunächst ihr neuromuskuläres System erstmal trainieren, um genauso schön Brummen zu können, wie ihre Mutter. Gelegentlich kommt es auch vor, dass miteinander bekannte Katzen sich auch untereinander anschnurren, z.B. bei der Fellpflege oder beim gemeinsame Kuscheln. 

Warum Katzen schnurren: Kätzchen und Mutterkatzen
Kätzchen und Mutterkatze

Wirkung auf uns Menschen

Für viele Katzenliebhaber ist es einfach das schönste Geräusch der Welt. Und das auch nicht ohne Grund: Das rhythmische Geräusch wirkt auch auf uns Menschen enorm entspannenden und lindert Stress und Ängste.

Es wird sogar davon berichtet, dass uns das Schnurren bei Schlafproblemen und psychischen Belastungen hilft. Forscher konnten zudem auch bestätigen, dass das Schnurren eine positive Wirkung auf den menschlichen Blutdruck hat.

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