Wenn Schlafen ein Wettkampfsport wäre, wären Katzen sicherlich im Rennen um eine Goldmedaille. Schaut man sich Katzen an, die locker 15 Stunden am Tag schlafen können, würde man denken, dass sie einfach nur faul sind! Also warum schlafen Katzen so viel?

Katzen sind nicht faul!

Wenn du jemals eine Katze hattest, weisst du, dass sie superkluge Tiere sind und sich fachmännisch an verschiedene Umgebungen und Umstände anpassen können.

Katzen haben sich als äußerst anpassungsfähige Geschöpf so entwickelt, dass sie ihre Beute im Allgemeinen jagen, wenn sie am verführbarsten ist – in der Dämmerung. Das wissenschaftliche Wort dafür lautet „dämmerungsaktiv“. Sie gehören zu den Crepuscular Tieren. Katzen schlafen außerhalb dieser Zeiten, um ihre Energie für die so wichtige Jagdzeit zu sparen. Und wenn du Glück hast, bekommst du dann vielleicht sogar ein Geschenk!

Entgegen eines weit verbreiteten Irrglaubens, sind Katzen eigentlich nicht nachtaktiv. Auch wenn viele Katzen Mütter und Väter argumentieren, dass ihre Fellnasen nachts viel aktiver sind als tagsüber, erlebt man die „Flitz-Aktionen“ – oder Frenetische zufällige Aktivitätsperioden (FRAPs) – in den frühen Morgenstunden!

Wie viel Schlaf brauchen Katzen eigentlich?

Katzen sind normalerweise recht gut darin, ihre eigenen Zeitpläne zu erstellen und wissen, wie viel Schlaf sie brauchen. Genau wie bei uns Menschen variieren die Schlafbedürfnisse von Katze zu Katze, wobei einige mehr Schlaf benötigen als andere.

Als allgemeine Regel gilt, dass Kätzchen und halbwüchsige Katzen bis zu 3 Jahren eher unregelmäßige Schlafmuster haben. Erwachsene Katzen hingegen zeigen eine deutlichere Routine auf. Wenn deine Katze das Seniorenalter erreicht – etwa 11 Jahre – kann es sein, dass sie wieder mehr Schlaf braucht.

Um also die Frage zu beantworten, wie viel Schlaf Katzen tatsächlich brauchen, gibt es leider keine Antwort, die für alle passt! Je besser Du deine Katze kennen lernst, desto mehr wirst du wissen, was für sie normal ist – achte also darauf, ob sich die Schlafgewohnheiten oder das Verhalten deiner Katze ändert.

Was kann das Schlafverhalten einer Katze beeinflussen?

Es gibt viele Variablen, die beeinflussen können, wie und wann deine Katze schläft.

Möglicherweise stellst du fest, dass deine Katze im Sommer weniger schläft als im Winter. Dies ist auf das höhere natürliche Lichtangebot und die längeren Tage zurückzuführen – und können auch wir Menschen spüren!

Das Schlafverhalten deiner Katze kann sich dann ändern, wenn du die Ernährung  z.B. die Art der Nahrung oder die Menge wechselt. Wenn deine Katze eine Diät machen muss und du sie weniger als gewöhnlich fütterst, kann es dazu führen, dass sie nicht mehr so viel schläft oder dass ihr Schlaf unzusammenhängender wird.

WICHTIG: Bevor du gravierende Ernährungsänderungen bei deiner Katze einführst, solltest du immer den Tierarzt zuvor konsultieren.

Der vielleicht offensichtlichste Grund für eine Änderung des Schlafverhaltens Deiner Katze ist eine Veränderung in ihrer Umgebung, wie z.B. der Umzug in ein neues Haus, die Einführung eines neuen Haustiers in die Wohnung oder sogar die Geburt eines (menschlichen!) Babys.

Wann ist eine Änderung der Schlafgewohnheiten meiner Katze normal, und wann solltest du zum Tierarzt gehen?

Einen Moment schläft deine Katze tief und fest und im nächsten Moment rast sie wie verrückt durch die Gegend. Wenn deine Katze dazu neigt, aus dem absoluten Nichts von Null auf 100 zu gehen, kann dies auf eine plötzliche Ansammlung aufgestauter Energie zurückzuführen sein, besonders bei Wohnungskatzen. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, besteht darin, deine Katze mit vielen interaktiven Spielen und Spielzeug auszustatten. Und wenn man sie nicht kaufen will, kann man auch ganz tolle selber machen,  wie z.B. aus Toilettenpapierrollen.

Flitzt-Aktionen sind grundsätzlich nicht besorgniserregend. Im Gegenteil, es kann recht unterhaltsam sein, unseren Fellnase zuzusehen, wie sie in unerwarteten Momenten, von Hyperaktivität gepackt, durch das Haus flitzen.

Aber wenn du bemerkst, dass deine Katze plötzlich mehr Anfälle von Flitz-Aktionen als gewöhnlich hat – oder dass sie sogar viel mehr oder weniger schläft als sonst – könnte das ein Signal dafür sein, dass etwas mit ihr  nicht stimmt.

Jede Verhaltensänderung – ob schlafend oder nicht – zusammen mit unerklärlichem Gewichtsverlust, veränderten Toilettengewohnheiten, ungewöhnlichem Miauen oder einer anderen atypischen Vokalisierung sollte nie ignoriert und immer von einem Fachmann untersucht werden.

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