Wir lieben die Aura des Mysteriösen, die alle Katzen umgibt, doch wenn du dich um eine Katze kümmerst, die sich bei jeder Gelegenheit in Luft auflöst, dann ist die Fellnase entweder etwas scheu oder es geht ihr nicht gut. Da Katzen Meister im Verstellen sind, kann es manchmal schwierig sein, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Hier sind ein paar Tipps, wie du erkennst, ob dein Pflegekätzchen vielleicht bloß etwas schüchtern ist oder ob Grund zur Sorge besteht.

  1. Lasse dir beim ersten Treffen mit dem Besitzer alle Gewohnheiten der Katze erklären und ALLE Verstecke zeigen. Der erste Besuch ist superwichtig, damit du von Vornherein weißt, was für Tricks dein neuer Boss auf Lager hat!
  2. Gib der zurückhaltenden Katze beim ersten Besuch die Gelegenheit, deine Hand zu beschnuppern – aber vergiss nicht deine „Catiquette“! Lass sie den ersten Schritt machen. Dieser Artikel hat ein paar hilfreiche Tipps zum Umgang mit ängstlichen Katzen.
  3. Betritt das Haus bei jedem Besuch langsam und gelassen. Wenn du die Katze gefüttert und das Katzenklo gesäubert hast, kannst du es dir für den Rest deines dreißigminütigen Besuchs mit einem Buch gemütlich machen. Setz dich idealerweise so hin, dass die Katze dich sehen kann, und immer an dieselbe Stelle, denn das gibt ihr ein Gefühl von Routine. Das Angsthäschen braucht vielleicht etwas Zeit, um sich an dich zu gewöhnen.
  4. Die Katze lernt deine Stimme kennen, wenn du mit ihr sprichst, was ihr über die Buchungsdauer dabei hilft, sich an deine Besuche zu gewöhnen. Du musst nicht flüstern, denn das kann ihr wiederum Anspannung vermitteln. Bleib entspannt.
  5. Bringe ein paar Leckerlis mit, wenn der Besitzer zustimmt.
  6. Du könntest dem Besitzer außerdem nahelegen, einen Verdampfer – zum Beispiel – zu verwenden. Diese Sprays geben eine geruchlose Substanz ab und werden von vielen Tierärzten empfohlen, da sie auf ungefährliche Weise Stress in Katzen reduzieren und beruhigend wirken.

Aber bleibe auf jeden Fall aufmerksam! Wenn es Katzen nicht gut geht, verhalten sie sich wie scheue Katzen; sie wollen sich in ruhige Verstecke zurückziehen, alleingelassen werden und viel schlafen. Wenn die von dir betreute Katze ohnehin schon scheu ist, kann es schwierig sein, dazwischen zu unterscheiden. Achte daher unbedingt auf die ersten Anzeichen:

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  • Wesensveränderungen: Ist die Katze plötzlich scheuer als zuvor, schläft den ganzen Tag, ignoriert dich oder kommt nicht aus ihrem Versteck heraus, wenn du zu Besuch bist?
  • Fressverhalten: Prüfe den Futternapf; hat die Katze plötzlich aufgehört zu fressen oder zu trinken? Geht sie täglich aufs Katzenklo?
  • Fellpflege: Gesunde Katzen putzen ihr Fell täglich. Katzen, die sich krank oder unwohl fühlen, vernachlässigen die Fellpflege häufig und das Fell wird matt, verfilzt oder zerzaust.
  • Erbrechen und Geruch: Bei einer aktiven Katze, die sich normal verhält und ausreichend frisst, ist es kein Grund zur Besorgnis, wenn sie ein- oder zweimal die Woche erbricht. Aber wenn du denkst, dass die Katze sich ungewöhnlich häufig erbricht oder du einen neuen Geruch an ihr bemerkst, könnte es der Katze nicht gut gehen. Hier erfährst du mehr dazu.

Wenn du bemerkst, dass sich die Katze irgendwie anders verhält, setze dich sofort mit dem Besitzer in Verbindung. Gehe lieber immer auf Nummer sicher.